info@brainandbarbells.de

Strategien für dein Mental Game in 18.2!

Die CrossFit Open sind die Zeit des Jahres, in der du deine Leistung unter Beweis stellen kannst. In der du schauen kannst wo du stehst.

Körperlich wie mental. 

In unserer Serie „ Strategien für dein Mental Game in 18.X“ erfährst du, wie du dein Mindset nutzt, um im Wettkampf Gas zu geben, statt dich durch deinen Kopf zu bremsen.

 

Hier kommen unsere Tipps für 18.2:

Wer die Live Announcements heute morgen verfolgt hat, konnte die CrossFit Games Athleten Patrick Vellner und Noah Ohlsen zunächst bei 1-2-3-4-5-6-7-8-9-10 Dumbbell Squats sowie Bar-facing Burpees for time beobachten und zusehen, wie die beiden anschließend den Fokus komplett shiften, um ihren 1RM Clean zu knacken.

Während Noah Ohlsen seine klare Stärke vor allem bei den Dumbbell Squats und den Burpees hat, und den ersten Teil des Workouts, 18.2, sogar klar für sich entscheiden kann, holt sich Patrick Vellner den Gesamtsieg durch seine fulminante Leistung bei den Cleans (18.2a).

Uns ist aus psychologischer Perspektive vor allem eins aufgefallen:

Noah Ohlsen spult in 18.2 einfach knallhart sein Programm ab. Er arbeitet mit konstanter Pace, lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Er gestaltet seine Transitions schnell und routiniert.

Patrick Vellner hingegen wirkt eher hektisch und unkoordiniert. Auch obwohl er gerade bei den Burpees sein Tempo immens steigert, um Ohlsen wieder aufzuholen, bringt ihm das für 18.2 nichts. Am Ende produziert Vellner sogar noch einige No-Reps.

Was ist bei diesem Workout aus psychischer Perspektive sinnvoll? Welche mentalen Strategien gibt es hier?

18.2 ist gekennzeichnet durch viele Transitions. Dadurch, dass die Anzahl der Burpees ungerade ist, ist die Ausgangsposition für die Transitions immer wechselnd. Daher muss dein Gehirn stets eine neue Lösung für die jeweilige Ausgangsposition finden, um zur nächsten Aufgabe zu kommen. Da dies Zeit kostet, die du nicht in eine Wiederholung investieren kannst, kostet dies dich ebenfalls einen Teil deiner Leistung.

Wer heute morgen genau hingeschaut hat, hat auch bemerkt, dass Noah Ohlsen eine ganz klare Routine für seine Transitions genutzt hat: Sowohl der Wechsel von den Burpees zu den Dumbbell Squats als auch von den Dumbbell Squats zu den Burpees waren genau getaktet, die Abfolge war immer dieselbe. Ein Schritt über die Barbell, ein Schritt über die Dumbbells, aufnehmen – Squat. Ohlsen’s Transitions wirken wie eine Choreografie und sind total routiniert.

Doch warum sind Routinen psychologisch gesehen sinnvoll, und helfen dir, alles aus dir heraus zu holen?

Eine Routine ist ein annähernd identischer Ablauf von bestimmten Handlungen, der so verinnerlicht ist, dass dieser Ablauf für die Ausführung nicht zwangsläufig bewusst sein muss.


Routinen sparen Ressourcen ein:

Wie komme ich zu den Dumbbells? Wie stelle ich mich am besten auf? Durch Nutzung von Routinen muss sich dein Gehirn mit solchen Fragen nicht beschäftigen. Somit hast du mehr Kapazität für andere Dinge frei: Tief durchatmen und einen klaren Kopf für die nächste Aufgabe bekommen, statt sich mit dem Setup zu beschäftigen, lautet die Devise!

Routinen sind effektiv.

Dadurch, dass du für deine Transitions immer ein- und denselben Handlungsablauf nutzt, wirken Routinen wie eine mentale Vorbereitung für die kommende Aufgabe – in diesem Fall die Dumbbell Squats oder Burpees. Dein Gehirn verknüpft den letzten Schritt der Routine und die Bewegung der ersten Wiederholung miteinander, dadurch ist die Bewegung für deinen Kopf viel leichter abzurufen und umzusetzen. Du wirst schneller und effektiver.

Routinen sind zeitsparend.

Während ein Athlet ohne Routinen Zeit braucht, bis sein Gehirn berechnet hat, wie er von A nach B kommt, ist Noah Ohlsen bereits in seiner Ausgangsposition für das nächste Set.
Du kennst das: Jede einzelne Sekunde ist entscheidend, wenn es um deine Leistung geht. Besonders in den Open.
Durch diesen Automatismus bist du schneller am Ziel:
Damit du die entscheidenden Sekunden nicht vergeudest, sondern diese für einen Dumbbell-Squat oder Burpee mehr nutzen kannst.

Kurzum: Du brauchst Routinen, damit du Leistung bringen kannst, statt Lösungen suchen musst.

Welche Routine willst du nutzen, um in 18.2 das Beste aus dir herauszuholen und für alles vorbereitet zu sein?

Hat dir der Artikel gefallen? Like unsere Facebook-Page und folge uns auf Instagram. Du hast eine Frage zu mentalen Strategien und CrossFit? Schreib uns eine Nachricht!

 

Eine Antwort

  1. […] Routinen auch aus psychologischer Sicht sinnvoll sind, erfährst du in unserem Artikel zu 18.2 (klick). Daher wollen wir an dieser Stelle auf Routinen nicht noch einmal eingehen. Viel spannender war […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.